Willkommen in der Zukunftsmusik

Über das Zwisi 2021 und die Lage in Beit Uri während der Corona-Pandemie

Mit erwartungsvollen Blicken nach vorn, in die zweite Hälfte des Dienstes, ging das diesjährige Zwischenseminar am 6.März zu ende. Drei Tage haben die derzeitigen Volontär:Innen mit Linda und Uta, (Jahrgang 2014/15) online zusammengesessen und von morgens bis zum späten Nachmittag Erfahrungen ausgetauscht, die bisherige Zeit rückblickend betrachtet und gemeinsam die verschiedenen Facetten des Volontärseins in Beit Uri beleuchtet.

Der Blick nach vorn: die Volo-Gruppe 2021 auf ihrem Ausflug in die Wüste


Durch einen glücklichen Zufall kam auch der gemeinsame Ausflug während des Zwisis nicht zu kurz, denn Chen hatte unabhängig von uns einen Trip in die Wüste geplant und so konnten die Volos schon dort etwas ins Thema einsteigen. Am Abend der Rückreise nach Beit Uri haben sich die Seminarleiterinnen und Volontär:Innen kurz online kennenlernen können. Der Seminarrahmen wurde besprochen und vor Ort nötige Orga-aufgaben verteilt.
Der richtige Start war dann am Donnerstag früh, natürlich erstmal mit einem WUP. WUP=Warm Up. Sie sind eine tolle Möglichkeit den Kopf frei zu bekommen und dann konzentriert in ein Thema einzusteigen, außerdem bringen sie eine Menge Spaß. So mancher Whiskey-Mixer fand seinen Lieblingspilz und verfing sich im gordischen Knoten.

Die vier auf Donnerstag und Freitag verteilten Themenblöcke regten Gespräche an, brachten Kunstwerke hervor und riefen so manche Tatsachen ins Bewusstsein. Dank anfänglicher Schwierigkeiten mit der Technik und Raumbelegung zogen die Volos Donnerstagmittag aus der kleinen Ulam in den Raum des Snoozland-Workshops (Der ist !NEU! – mehr erfahren wir im jährlichen Newsletter). Dort lies es sich gemütlich vor einem gemeinsamen Laptop rumlümmeln und die Verständigung mit den in Altenberg in Utas Wohnzimmer sitzenden Leiterinnen war unproblematisch – ein echter Zugewinn für die Atmosphäre.

Neben den die Arbeit und das Leben in Beit Uri einschränkenden Auswirkungen de Pandemie, war es bis dato natürlich schwierig für die Volontär:Innen, die von den ehemaligen Volos beschriebene Schönheit der Gegenden in Israel zu erkunden. Mittlerweile, drei Wochen nach dem Seminar, wurden schon viele Lockerungen umgesetzt. Das Reisen im Inland und Besuchen von öffentlichen Einrichtungen, sowie Kulturveranstaltungen ist mit einem Ausweis-Konzept wieder möglich. Auch in Beit Uri selber dürfen die Member der verschiedenen Häuser sich wieder treffen, es gibt wieder gemeinsame Festivitäten in der Ulam, wenn auch in der Teilnehmeranzahl beschränkt. So kamen zum letzten Monatsbeginn zumindest wieder vier Häuser zusammen, um den Monat gemeinsam zu begrüßen.

Für uns hier in Deutschland sind Zusammenkünfte mit dieser Menge an Menschen noch Zukunftsmusik, doch in Israel ist es zunehmend die wiedergewonnene Realität.
Während des Seminars lag schon der mit Sehnsucht eingesogene Duft der Freiheit in der Luft. Jetzt ist er schon stetiger Alltagsbegleiter, wenn auch noch nicht in seiner vollen Entfaltung.

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