Jesus Trail (oder so ähnlich)

Der eigentliche Jesus Trail startet in Nazareth und endet in Capernaum (am Nord-Westlichen Ufer des See Genezareth). Mit 62 km ist der Trail für 4 Tage ausgelegt:
Tag 1: Nazareth nach Cana
Tag 2: Cana nach Kibbutz Lavi
Tag 3: Kibbutz Lavi nach Moshav Arbel
Tag 4: Moshav Arbel nach Capernaum

Da wir aber nur ein Wochenende Zeit haben, basteln wir uns eine abgespeckte Version und starten in Ilaniya (liegt in der Mitte von Cana und Kibbutz Lavi).

Donnerstagabend, 11.10.18
Während Johanna sich bestens informiert hat, wie man einen Wanderrucksack zu packen hat, stopfe ich einfach alles irgendwie hinein. Naja, ich musste am Donnerstagabend auch noch bis 19:30 Uhr arbeiten und hatte nicht so viel Zeit mich vorzubereiten (falls das als Ausrede durchgeht und ich mich so nicht zu meiner Faulheit bekennen muss). Mit Trinksystem, Wanderstöcken und einem Gaskocher sieht das ganze bei ihr um einiges professioneller aus. Auch bei der Route hat sie zum Glück das Zepter in die Hand genommen. Mit Buch und Handy GPS Route ausgestattet, fühlen wir uns bereit und nehmen um 20:20 Uhr den Bus nach Ilaniya.

Von einer einsamen Haltestelle aus laufen wir erstmal die Straße in die falsche Richtung entlang. Wir drehen um und sehen, dass unser Wanderweg direkt neben der Haltestelle  beginnt. Etwas schwierig den Weg im Dunkel auszumachen, aber zum Glück hat Johanna auch an eine Taschenlampe gedacht, sodass wir unsere Handyakkus schonen können. Eine gute Stunde laufen wir noch an diesem Abend. Wobei wir auf dem Handy sehen, dass wir stets neben dem eigentlichen Weg unterwegs sind und uns eher durchs Gestrüpp und Kakteen kämpfen. Naja, irgendwann kommen wir an etwas, was wir als Wanderweg durchgehen lassen würden.

Später finden wir, ein paar Meter vom Wegesrand entfernt, einen Baum, unter dem wir unser Nachtlager einrichten. Recht sichtgeschützt fühlen wir uns hier sicher und wohl.

Freitag, 12.10.18
Gegen 9:00 Uhr werden wir langsam wach, die Sonne steht schon sehr hoch am Himmel und es wir unerträglich warm im Schlafsack, nachdem ich heute am frühen Morgen etwas gefroren habe.

Es ist sehr lustig, wenn man sich in der Dunkelheit einen Schlafplatz sucht und erst am nächsten Morgen erkennt, dass man auf einer Kuhweide gelandet ist. Zum Glück befinden sich die Kühe recht weit entfernt von uns am Futtertrog. Wir kochen uns Wasser zum Frühstück für Porridge und Tee. Dazu gibt es Schwarzbrot mit Humus.
Danach nimmt sich Johanna Zeit, um mir zu erklären, wie ich meinen Rucksack besser packen kann und was ich noch alles einstellen und meiner Größe anpassen kann, sodass der Rucksack perfekt sitzt. Wir wissen zum Glück beide nicht, wie schwer unsere Rucksäcke sind. Am meisten wird wohl das Wasser sein, dann Essen und naja das Wechsel-T-Shirt, die 2 Unterhosen und die Zahnbürste dürften wohl am wenigsten Gewicht ausmachen.

Um 10:30 Uhr starten wir. Es ist es recht bewölkt und auch ein stetiger Windhauch macht das Laufen in der Hitze erträglich. Wir sind immer wieder überrascht, wenn im Reiseführer ein Wald eingezeichnet ist und wir nur drei Bäume vorfinden. Wald ist eben nicht gleich Wald.
Nach nicht allzu langer Zeit kommen wir an einem kleinen Nationalpark an, mit den Überresten von alten Stadtmauern. Wir machen einen kleinen Abstecher um es uns anzusehen. Einmal um den Berg herum.

Dann suchen wir weiter unseren Pfad. Die Wanderwege sind verschieden farbig gekennzeichnet. Blau-weiß ist immer der Israel National Trail (ein Trail der einmal durch ganz Israel verläuft, vom Norden in den Süden und für den man ca. 3 Monate braucht). Unsere Route hat keine eigene Farbe, sondern wir laufen immer abschnittweise an einer Farbe entlang und dann nach einer anderen. Auch die Markierungen sind zum Teil sehr spärlich, sodass Johanna öfters mal auf dem Handy nachkontrolliert, ob wir noch richtig sind. Hier und da verpassen wir die Abfahrt und müssen einige Meter zurück, aber alles machbar. Besonders die ersten 3 Stunden sind sehr anstrengend, da ich mich noch an das Gewicht auf Schultern, Hüften und den Beinen gewöhnen muss, es ist eine Qual. Es ist super einfach zwischendurch hinter Johanna her zu laufen (obwohl der Weg breit genug ist um nebeneinander her zu laufen) so kann ich ihrem Trott einfach folgen und konzentriere mich eher auf meine Schritte und nicht auf die Schmerzen.

Gegen 14:30 Uhr machen wir eine Mittagspause und ich auch ein kleines Nickerchen. Die Aussicht ist gigantisch.

Weiter geht es dann eine längere Zeit bergauf, ein Stück an einer Straße entlang und durch einen richtigen Wald. Viel hoch und runter.  Der  folgende Abschnitt an der Straße ist uns etwas zu gefährlich, da es keine Leitplanke gibt, der Seitenstreifen sehr schmal ist und die Autos schnell fahren. Wir laufen also querbeet im Busch neben der Straße und schlagen uns durch das stachelige Gestrüpp.
Mit total zerkratzen Beinen erreichen wir auf dem Weg ein kleines Dorf. Später stellt sich heraus, dass es sich um das Kibbutz Lavi handeln muss. Durch dieses Kibbuzim hindurch finden wir einen ausgeschilderten, markierten Wanderweg, mit dem wir die Straße weiter umgehen können. Aber Johanna und ich sind uns einig, dass auch das den Namen „Wanderweg“ nicht verdient hat. Weiter dieses stachelige Gestrüpp, steil bergauf mit vielen Felsen und wir müssen ständig von links nach rechts über und unter Stacheldrähten hindurch. Gar nicht gemütlich. Dafür begegnet uns unterwegs dieser kleine Freund:

Ziemlich fertig erreichen wir schließlich einen Weg! Theoretisch haben wir damit unsere Strecke für heute geschafft. Die Hälfte des Weges. Aber es ist erst 18 Uhr und wir sind beide in einem guten Trott, sodass wir beschließen noch etwas weiter zu latschen. Dabei halten wir stets Ausschau nach einem properen Schlafplatz. Dieser ist schwer zu finden, da rechts und links von Weg Stacheldrahtzäune verlaufen. An den Stellen wo keiner ist, gibt es nichts, wo man etwas Sichtschutz hat, oder der Boden ist voll von den kack Stachelbüschen. Also beschließen wir einfach weiter zugehen. Mittlerweile ist es schon wieder stockfinster und wir beleuchten den Weg mit der Taschenlampe. In der Ferne sehen wir schon die Lichter einer Stadt, das müsste Eilabun sein. Eine christliche Stadt, durch die wir morgen laufen wollten.
Während wir so weiter laufen bemerken wir, dass wir Eilabun schon erreicht haben. Wir sind über glücklich, als wir eine Tankstelle sehen. Auf dem Klo wasche ich erstmal meine Beine ab, da ich im Dunkeln einmal heftig weggerutscht bin und die Schürfwunden vom Staub und Dreck befreien möchte. Und auch so tut es gut sich etwas waschen zu können. Am Parkplatz der Tankstelle genießen wir eine kalte Flasche Cola, Eis und Kekse.

Nach diesem ultimativen Zuckerschock sind wir wieder hellwach und fühlen uns, als ob wir die ganze Nacht durchlaufen könnten. Also weiter, denn auch hier sieht nichts nach einem geeigneten Schlafplatz aus. An der Straße geht es noch eine gutes Stück gerade aus. Wir erreichen einen Kreisverkehr, bei dem es nur nach links oder rechts ab geht (und beides sind Auffahrten auf den Highway). Laut Johannas Handy müssen wir geradeaus. Dort ist nur ein großes schwarzes Nichts zu sehen. Als wir näher an den Rand kommen, sehen wir, dass es ziemlich steil und steinig bergab geht, und tatsächlich, da unten ist ein kleiner Feldweg zu sehen. Nur wie kommen wir da jetzt herunter? Etwas weiter links scheint es nicht ganz so steil zu sein, also versuchen wir es dort. Mehr gerutscht als gelaufen stolpern wir herunter.

Den Weg hinein sieht man rechts beleuchtet einen große Militärbasis. Und nach einer knappen Stunde finden wir links am Berg, etwas hoch einen Busch hinter dem wir endlich unser Nachtlager aufschlagen. Es ist auch schon 22 Uhr und damit sind wir seit 11,5 h auf den Beinen (wovon nur 2h Pause waren) also viel zu lange gelaufen, und das ist spürbar. „Layla tov!“

Samstag, 13.10.18
Genau wie gestern kommen wir gegen 10 Uhr los. Nur ist  es heute von Anfang an anstrengender. Man spürt die Beine und Schultern von gestern. Und es gibt weder Wind noch Wolken, es ist also sehr heiß. Es geht schleppend voran, sodass wir schon nach einer Stunde im Schatten eines einzelnen Baumes rasten. Im Sitzen schlafe ich fast ein oder zumindest döse ich ein bisschen vor mich hin.

Die Mittagssonne macht das Vorrankommen nicht einfacher. Der Rucksack ist schwer, die Schultern tun weh, der Nacken ist verkrampft, und die Kilometer wollen einfach nicht vorbeifliegen.

Nachdem wir recht lange einen steilen Feldweg hinauf gestiegen sind, können wir schon den See Genezareth in der Ferne erkennen. Wir machen mal wieder eine Pause und müssen nach einem Blick aufs Handy feststellen, dass unser Weg am Fuße des Feldweges, den wir soeben mühsam hinaufgestiegen sind, weiter gegangen wäre. Wir sind beide echt nicht motiviert, den Weg wieder zurück zulaufen. Also schauen wir nach einem Alternativweg. Anscheinend sind wir nicht weit von Tiberias entfernt und wenn wir die Abkürzung an der Straße entlang nehmen, brauchen wir nur noch eine Stunde bis zur nächsten Bushaltestelle. Und ganz ehrlich, wir haben beide keine Lust, noch mehr zu wandern.  An der Straße zu laufen macht zwar echt keinen Spaß, aber ich habe meinen Blick eh die ganze Zeit auf meine Füße gesenkt. Das Letzte Stück geht die Straße nochmal sehr steil bergauf und ich sehe nur meine leuchtend orangenen Schuhe sich auf dem glühend schwarzen Asphalt voreinander setzen. Aus dem Augenwinkel erkenne ich am Straßenrand einige leere Coladosen. Der Gedanke an eine eiskalte Cola lässt mir das Wasser im Munde zusammen laufen. Wie weit ist es denn noch? Für einen kurzen Moment hebe ich den Kopf und blicke auf eine zauberhafte Landschaft. Ein blauer See, dessen Farbe mit dem Horizont verschwimmt. Für solche Anblicke hat sich dann plötzlich alles gelohnt.

Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zur Bushaltestelle und der nächste Bus nach Afula fährt auch schon in 40 Minuten. Was für ein Wochenende. Und wie gut es doch tut, abends völlig erschöpft ins Bett zu fallen und vor allem das Land mal von einer anderen Seite zu sehen.

Malin Schmitz

Zwischenbericht: Wochenendtrip nach Mitzpe Ramon

Unser Ziel am Freitag ist Mitzpe Ramon, eine israelische Kleinstadt in der zentralen Negev-Wüste, 80 km südlich von Be’er Scheva. Dort befindet sich der Machtesch Ramon (Ramon-Krater). Er ist der größte Erosionskrater in der Wüste Negev. In der weitesten Ausdehnung misst er fast 40 km. Der gesamte Krater ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet und nur eine nachhaltige touristische Nutzung ist erlaubt.

Nach einer ca. 4,5 stündigen Busfahrt landen wir irgendwo im nirgendwo. Nur ein paar Häuser und dazwischen ein selbstgemaltes Schild „Mati & Roni’s Guesthouse“, unsere Unterkunft für die Nacht.

Wir gehen durch ein Tor und stehen in einem kleinen Innenhof. In der Mitte knistert ein Lagerfeuer auf dem etwas brutzelt. Rundherum stehen Zelte mit Matratzen. Kleine Sitzecken und bunte Decken laden zum gemütlichen Beisammensein ein. Wir betreten das Haus. Wir stehen in einer Art Wohnzimmer. Kleine Tische und Stühle, ein alter Kamin und die an den Wänden hängenden Instrumente betrachte ich neugierig. Liebevoll ist alles gestaltet, herrlich unperfekt. Im Hinterhof werden wir von einem alten Mann (dem Gasthausbesitzer) zum Tee eingeladen. Wir setzen uns in eine Sofaecke und schlurfen den viel zu süßen und viel zu heißen Tee. Er wurde aus frischen Kräutern soeben zubereitet.

Nachdem wir herzlich in Empfang genommen wurde und in Ruhe ankommen konnten, machen wir uns auf den Weg zum Krater. Ich denke, dass hier Bilder am besten sind, um die Aussicht zu beschreiben. Diese Weite und scheinbare Grenzenlosigkeit. Einfach  hier oben zu stehen und in die Ferne zu blicken, vermittelt ein unendliches Gefühl von Freiheit. Eine atemberaubende Stille.

Wir laufen weiter am Krater entlang, bis wir zu einer Aussichtsplattform (Camel-Outlook) gelangen, von wo aus wir den Sonnenuntergag betrachten wollen.

Im Licht der untergehenden Sonne erscheinen die Wüstenhügel und der Krater im Osten in einem sanften lila Ton, während sich ein großer Schatten langsam den Hügelspitzen nähert, bis nur noch der oberste Zipfel beleuchtet ist. Schaut man in die Sonne, so strahlt sie nach obenhin ein grelles Gelb auf blass blauen Hintergrund. Darunter, Richtung Horizont färbt sich der Himmel orange bis in ein helles, rötliches Schimmern. Auch die Hügel der Skyline sind in einen blassen lila Hauch gehüllt. Die Steine direkt an meinen Füßen haben noch denselben beigen Ton wie den Tag über.  Vielleicht mischt sich sogar ein olivgrünes Tuch über das Beige. Es ist sehr windig. Es erinnert eher an einen Tag an der Nordsee. Die Farbintensität des Himmels nimmt stetig zu indes die Sonne gen Horizont schleicht. Auch die gelben Strahlen werden weniger, sodass die Sonne als Kreis erfassbar ist. Als sie den Horizont küsst, ist das Gelbe und Orange komplett verschwunden. Es geht auf einmal ganz schnell. Lila, Magenta und ein helles Leuten geht unter. Die Menschen um mich herum versuchen diesen belebenden und gleichzeitig beruhigenden Moment mit ihren Kameras festzuhalten. Am Ende hat man dann ein Foto, was auf jedem kitschiegen Bildkalender wiederzufinden ist. Ich denke auch nicht, dass es mit Worten geht, diesen Eindruck festzuhalten. Aber vielleicht erinnert sich jemand bei meiner Beschreibung an einen Sonnenuntergang, den er selbst erlebt hat und kann somit meine Empfindung nachvollziehen.

Nach dem Sonnenuntergang gehen wir nochmal zum Guesthaus, holen uns Decken und laufen wieder zurück. Es ist mittlerweile sehr stürmisch und der Sand fegt durch die Luft. Hinter einem großen Stein finden wir zumindest aus einer Richtung Schutz vor dem Wind. Wir kuscheln uns aneinander, denn es ist echt kalt geworden. Erwartungsvoll richten wir unsere Blicke nach oben und gedulden uns, bis es richtig dunkel ist. Mittels einer App scannen wir den Himmel, um somit zu erfahren, wo welches Sternzeichen zu finden ist. Begleitet von nerviger Entspannungsmusik, zeigt die App direkt vor uns den Mars an. Links daneben entdecke ich auf dem Handy Bildschirm ein Dreieck. Die App zeigt an, dass es der Steinbock ist. Ich löse meinen Blick vom Bildschirm und schau in den echten Himmel.  Es ist so riesig, ich habe mein Sternzeichen noch nie im echten Sternenhimmel erleben dürfen. Jeder einzelne Stern  leuchtet hell. Ich kann das Zeichen nicht nur erahnen sondern klar und deutlich sehen. Es ist wunderschön. Der gesamte Himmel ist übersäht mit Glitzer. Erst spät in der Nacht, als wir die Kälte nicht mehr aushalten können, gehen wir.

Nachdem wir gestern die Sonne verabschiedet haben, begrüßen wir sie heute Morgen um 6:00.  Wir legen uns an den Rand des Kraters und lassen uns die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen.

Zum Frühstücks-Picknick bekommen wir sogar noch etwas Gesellschaft.

Bevor wir los wandern, gehen wir noch zur Touristen Info in das Museum des Mitzpe Ramon. Dort lassen wir uns beraten welche Routen man durch den Krater wandern kann. Wir entscheiden uns für einen Weg der ca. 4,5 Stunden dauert. Empfohlen werden 1l Wasser pro Person pro Stunde. Um 9:00 latschen wir los. Zunächst müssen wir hinunter in den Krater. Ein sehr steiniger Weg mit Rutschgefahr.

Ohne Schatten aber mit vielen Trinkpausen kommen wir langsam voran. Es gibt unglaublich viele verschiedene Gesteinsarten, Farben und Oberflächen.

Auch an dem einzigen Baum im gesamten Krater kommen wir vorbei.

Auf unserem  Weg erwartet uns noch ein weiteres  Highlight. Ein See, der mittlerweile zu einer kleinen Wasserstelle geschrumpft ist. An der Oberfläche ist das Wasser wohlig warm und unten erfrischend kalt. Perfekt. Der Boden ist 10-20cm mit Schlamm bedeckt. Da bleibt eine kleine Schlammschlacht nicht aus.

Auf der guten Hälfe des Weges verpassen wir eine Abbiegung, sodass wir die Route um eine gute Stunde verlängern und einfach noch ein Stück tiefer in die Wüste wandern. Uns scheint die heiße Mittagssonne auf den Pelz. Wir legen immer öfter eine Pause ein. Schließlich kommen wir an die Hauptstraße, die quer durch den Krater Richtung Eilat führt.

Gegen 15:00 erreichen wir dann auch schon wieder unser Hostel. Perfekt, denn keine Stunde später fängt es aus dem Nichts heftig an zu regnen und da der trockene Wüstenboden überhaupt kein Wasser aufnimmt, entstehen direkt kleine Flüsse. Ich kann mir vorstellen, wie sich auch die Flussbette, durch die wir soeben noch im Krater gewandert sind, mit Wasser füllen und das nicht ganz ungefährlich ist. Da ist es hier mit einem bei einer Tasse Tee doch viel gemütlicher.

Malin Schmitz

TAMLI-Jahresmitgliederversammlung 2018

In einem Seminarraum des soziokulturellen Zentrums „Gäste-Etage“ in Berlin-Mitte fand auch diesen Herbst TAMLIs jährliche Mitgliederversammlung mit anschließendem Arbeitstreffen statt. Am Samstag, dem 17., und am Sonntag, dem 18. November, trafen sich einige aktive Vereinsmitglieder, darunter fünf Rückkehrerinnen, die der Verein allesamt als Neumitglieder begrüßen darf.

Als Einstieg in ein produktives Wochenende resümierte der Vorstand das vergangene Vereinsjahr. Erstmalig wurde in diesem Jahr die veränderte Seminarstruktur umgesetzt, bei der persönliche Bewerber*innengespräche die Funktion des Bewerber*innenseminares ersetzen und dafür ein verlängertes, viertägiges Vorbereitungsseminar vor der Ausreise stattfindet. Sowohl von den Volontären, als auch den Durchführenden wurde das Vorbereitungsseminar atmosphärisch und inhaltlich positiv eingeschätzt. 2018 war TAMLI auf zwei Messen vertreten. Der Erfolg dessen spiegelt sich in den erfreulichen Bewerber*innenzahlen wider: Aktuell wohnen und arbeiten in Beit Uri elf von TAMLI entsandte Freiwillige.

Anschließend wurde David Meier nach Ablauf seiner letzten Wahlperiode einstimmig wieder in den Vorstand gewählt. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei der Vorstandsarbeit der kommenden Jahre! David Justen und Theresa Mörsen führen ihre Ämter als Vorstandsmitglieder fort.

Über die Beisitzer*innenposten für das kommende Vereinsjahr wurde folgendermaßen abgestimmt:

  1.  Beisitzerin für Finanzen (Kassenwartin) – Maria S.
  2.  Beisitzer für Finanzen (Kassenwart) – Julius A.
  3.  Beisitzer für das Vorbereitungs- und Zwischenseminar – Tim S.
  4.  Beisitzerin für Social Media und Blogbeiträge – Friedericke W.
  5.  Beisitzer für Öffentlichkeitsarbeit – Jonas B.
  6.  Beisitzerin für den Newsletter – Uta T.
  7.  Beisitzerin für die Web-Redaktion – Linda K.

    Kassenprüfer – Anselm F.

Eine Satzungsänderung bezüglich des Verbleibes des Vereinsvermögens im Falle einer Vereinsauflösung wurde besprochen, aber durch eine mehrheitliche Abstimmung auf die nächste Mitgliederversammlung mit einer Satzungsänderung auf der Tagesordnung vertagt. Das Vermögen des Vereins solle an das Heim Beit Uri anstatt, wie momentan beschrieben, an die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. übergehen. Für eine Satzungsänderung dieser Art müsste nachgewiesen werden, dass Beit Uri eine steuerbegünstigte Körperschaft ist.

Das Arbeitstreffen am nächsten Tag startete mit dem Feedback der Rückkehrerinnen über ihr Freiwilligenjahr, welches überwiegend positiv ausfiel. Erstmalig wurden aus gegebenem Anlass die Schwierigkeiten bei der Beschaffung spezieller Medikamente in Israel, sowie die Behandlung chronischer Krankheiten in israelischen Krankenhäusern und die damit einhergehenden Probleme bei der Rückerstattung der Auslandskrankenversicherung thematisiert.

Das anschließende Brainstorming in thematischen Arbeitsgruppen brachte folgende Ergebnisse:
Es wurde ein verbaler Brief an Nicole ausgearbeitet, in dem der Verein Stellung zur aktuellen Situation der Freiwilligen in Beit Uri bezieht. Die Kommunikation mit Nicole ist während des letzten Jahres aufgeblüht und wir freuen uns auf weiteren angeregten Austausch. Dabei wird ein wichtiges Thema die Wohnsituation der Volontäre sein.
Des Weiteren wurde beschlossen, die Internetpräsenz des Vereins mit einer Überarbeitung der teilweise veralteten Texte auf der Website und einer häufigeren Aktualisierung des Blogs zu verbessern.
Bei der Besprechung des viertägigen Ausreiseseminars kam die Frage auf, welchen Anreiz der Verein für das Organisieren des Seminars bieten könnte, denn in diesem Jahr haben sich nur wenige TAMLIs zum Helfen gefunden. Darüber soll in einem gesonderten Treffen weiter diskutiert werden.
In puncto Öffentlichkeitsarbeit ist geplant, dass TAMLI im kommenden Jahr neben den Messen in Hamburg und Berlin auch noch in Frankfurt präsent sein wird.

Als einer der letzten Programmpunkte wurde im Rahmen einer Betreuer*innenschulung der Leitfaden für das Erstgespräch mit Bewerber*innen durchgegangen und überarbeitet.

Last, but not least stellte der Vorstand den Jahresplan für das kommende Jahr vor.

TAMLI e.V. bedankt sich ganz herzlich bei allen, die das Vereinsjahr 2018 so erfolgreich mitgestaltet haben und schaut voller Vorfreude auf das Jahr 2019!

In diesem Sinne wünscht der Verein allen ein friedliches Chanukka-Fest und eine besinnliche Weihnachtszeit!

 

TAMLI-Jahresmitgliederversammlung 2017

Am 25. und 26. November 2017 fand in der Gäste-Etage in Berlin-Wedding unsere diesjährige TAMLI-Jahresmitgliederversammlung statt.

Viele aktive TAMLI-Mitglieder haben dafür gesorgt, dass auch diese Mitgliederversammlung und das anschließende Arbeitstreffen erfolgreich verliefen. So konnten wir gemeinsam die Weichenstellungen für das kommende Vereinsjahr stellen.

Auch in diesem Jahr gab es einen Vorstandswechsel. Maria Skoruppa verlässt den Vorstand nach vier Jahren aktiver Vorstandsarbeit und fokussiert sich nun mehr auf die Finanzen von TAMLI. Wir danken Maria für ihr langjähriges Engagement und dafür, dass sie TAMLI in der neuen Rolle erhalten bleibt. Als Nachfolgerin von Maria wurde Theresa Mörsen in den TAMLI-Vereinsvorstand gewählt. Wir wünschen ihr viel Erfolg für die zukünftige Vorstandsarbeit. Nach langjährigem Engagement für den Verein hat unser bisheriger Kassenprüfer Herr Funk seine Aufgabe nun an seinen Nachfolger Anselm F. abgegeben.

TAMLI-Vereinsvorstand 2017 (David J., Theresa und David M.)
TAMLI-Vereinsvorstand 2017 (David J., Theresa und David M.)

Beim Arbeitstreffen wurde u.a. die Seminargestaltung grundlegend überarbeitet und beschlossen, das Bewerbungsverfahren zu beschleunigen.

Auch dieses Jahr wurden wieder Besitzer*innen gewählt, denen wichtige Vereinsaufgaben übertragen wurden:

Kassenwart– Jonathan V.

Kassenwartin – Maria S.

Beisitzerin für das Zwischenseminar – Rebecca S.

Beisitzer für das Ausreiseseminar – Tim S.

Beisitzer fürÖffentlichkeitsarbeit – Jonas B.

Beisitzerin für den Newsletter – Uta T.

BesitzerIn für Social Media – n.n.

Kassenprüfer – Anselm F.

TAMLI e. V. bedankt sich bei allen, die das Vereinsjahr 2017 und die Mitgliederversammlung aktiv mitgestaltet haben, und schaut voller Vorfreude in das neue Vereinsjahr 2018!

Der TAMLI-Vereinsvorstand

TAMLI-Jahresmitgliederversammlung 2016

Zum 25. Gründungsjubiläum des Vereins TAMLI e. V. fand am 26. und 27. November die alljährliche Jahresmitgliederversammlung in Berlin statt.

Sowohl zum Arbeitstreffen als auch zur Mitgliederversammlung kamen zahlreiche aktive TAMLI-Mitglieder, sowie sechs RückkehrerInnen aus dem letzten Jahr, was das Seminar um viele wichtige Diskussionen bereicherte und für prima Stimmung sorgte.

Mitgliederversammlung 2016

Die Arbeitsgruppen zur Seminargestaltung, der Online-Bewerbung und zum Marketing brachten neue und alte Ideen wieder auf den Tisch, und den Verein in den anstehenden Aufgaben etwas voran. Trotz der vertrauten Volo-Atmosphäre kamen auch die Vereinsanliegen nicht zu kurz und wir blicken auf zwei erfolgreiche Tage zurück.

Mitgliederversammlung 2016

Ergebnisse der Mitgliederversammlung

Martin Jakob wurde aus dem Vorstand verabschiedet. Wir bedanken uns für seinen langjähriges Engagement für TAMLI e. V., die VolontärInnen und BEIT URI.

Zum neuen Vorstandsmitglied wurde David Justen gewählt, weiterhin dabei sind Maria Skoruppa und David Meier.

Im Verlauf des letzten Jahres übernahmen die BeisitzerInnen bereits konkrete Aufgaben, die sie in eigener Regie ausübten und koordinierten. Da das sehr gut funktioniert hat, wurde nun die Satzung dementsprechend geändert und BeisitzerInnen für die verschiedenen Aufgabenbereiche gewählt:

BeisitzerIn für Finanzen – Jonathan V.

BeisitzerIn für BewerberInnenseminare – Lena M.

BeisitzerIn für das Zwischenseminar – Rebecca S.

BeisitzerIn für das Kennenlernseminar – Tim S.

BeisitzerIn für redaktionelle Arbeit online – Linda K.

BeisitzerIn für Öffentlichkeitsarbeit – Daniela E.

BeisitzerIn für den Newsletter – Uta T.

 

TAMLI e.V. bedankt sich bei allen, die da waren und schaut zuversichtlich und voller Vorfreude auf das kommende Jahr!

 

Berliner SchülerAustausch-Messe am 19. November

Dieses Jahr nimmt TAMLI e. V. an der SchülerAustausch-Messe in Berlin am 19. November teil.
Die Messe bietet SchülerInnen die Möglichkeit verschiedene Entsendeorganisationen kennenzulernen, mit VertreterInnen wichtiger Zielländer und neutraler Beratungsinstitutionen zu sprechen und Fachvorträgen und Erfahrungsberichten zu lauschen.
Neben anderen Entsendeorganisationen, die Freiwilligendienste, Schüleraustauschprogramme, Sommercamps oder Work&Travel-Programme vorstellen, werden auch TAMLI-AKtive präsent sein und für das Volontariat in BEIT URI werben.

messe-berlin

Organisiert wird die Messe von der Deutschen Stiftung für Völkerverständigung.
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Flyer Berliner SchülerAustausch-Messe

Plakat Berliner SchülerAustausch-Messe

TAMLI-Bewerberseminar 2016

Auch dieses Jahr haben sich wieder junge Menschen bei den Freunden der Erziehungskunst und bei TAMLI für einen Freiwilligendienst in BEIT URI beworben.

TeamerInnen

Am Wochenende des 23. und 24. April haben wir die BewerberInnen nach Berlin-Kreuzberg in die Regenbogenfabrik eingeladen, um sie besser kennenlernen zu können. Die vier Bewerberinnen und der eine Bewerber haben von Lena, Jana, Theresa und David einiges über unseren Verein, die Dienstform ADiA, BEIT URI, die Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, das Land und die Sicherheitslage erfahren.

Regenbogenfabrik

TAMLI-Zwischenseminar 2016

von Lara, TAMLI-Volontärin 2015/2016

Das TAMLI-Zwischenseminar fand vom 25. bis zum 27. Februar 2016 in Beit Uri statt. Teilgenommen haben die elf deutschen Voluntär*innen aller Organisationen, die zu dieser Zeit in Beit Uri arbeiteten. Rebecca und David leiteten als Vertretung TAMLI’s das Seminar.

Offizieller Beginn des Seminars war Donnerstag um 10 Uhr, als es zum Tagesausflug ans Tote Meer in die Negevwüste ging. Begleitet wurden wir von der Voluntärsbeauftragten Beit Uri’s, Nicole Emmerik. Auf der Fahrt nach Ein Gedi wurden lustige Spielchen gespielt, denen man sich auch nicht so leicht entziehen konnte. Also fuhren wir Karaoke singend durch die Weiten Israels. In Ein Gedi folgte dann eine wunderschöne Wanderung durch den Nationalpark. Beim Waten und Wandern wurden schon die ersten Gespräche über die allgemeine Stimmung geführt. Da Rebecca und David ebenfalls Voluntär*innen Beit Uri’s waren, hatte man viele gemeinsame Erfahrungen zu teilen, durch die die Stimmung schnell vertraut und freundschaftlich wurde. Nachmittags ging es weiter nach Ein Bokek, wo am Strand auch die Badehöschen herausgeholt wurden. Glücklich und geschafft fielen alle nach der Wiederankunft ins Bett.Zwischenseminar 2016

Am 26. Februar wurde dann der zweite Teil des Seminars gestartet. Als erstes wurden Erwartungen ans Seminar sowie die Ziele TAMLI’s zusammengetragen. Bereits nach der Willkommensrunde, bei der alle ihren Sitznachbarn vorstellen sollten, wurde schnell das Grundproblem der Gruppe klar. Sätze wie: „ Das ist x, x arbeitet in Haus y und wohnt in der anderen WG, sodass ich nicht wirklich mehr sagen kann…“, brachten eine gewisse Gruppenspaltung ans Licht.

In Block 1: „Ich in Beit Uri“ sollte das Leben und die Stimmung in Beit Uri reflektiert werden. Zu Beginn wurde dazu der erste mit dem letzten Arbeitstag verglichen. Zusammengefasst stellten alle fest, dass der erste Tag eine Mischung aus Überforderung und Neugier war und der letzte dagegen die pure Routine. Schnell kam dann aber auch der Gruppenzusammenhalt als Thema auf. Als Ursache für die Spaltung wurde die räumliche Trennung der beiden WG’s und die damit verbundene fehlende Kommunikation benannt. Da beide Seiten sehr an einer gemeinsamen Gruppe ohne ständig belastende Streitigkeiten interessiert waren, wurde als Lösung ein wöchentlicher Termin festgesetzt an dem jeweils eine WG kocht und alle zusammen essen. Bei einem Seminar mit WUP und Redeente braucht es natürlich auch Raum, einen Weg des Erkennens zu beschreiten, der gleichzeitig ein Weg der Selbstentwicklung ist; ein Weg, der die eigene geistige Kraft im Menschen aktiviert.

Am Abend folgten das gemeinsame Abendessen und lange persönliche Gespräche bis tief in die Nacht. Alles in allem kann man sagen, dass das Seminar einen guten Rahmen für weitere Konversationen zwischen den WG’s gebildet hat, jedoch war kein Platz für die Austragung des direkten Konflikts.

Zwischenseminar 2016

Der nächste Tag begann um 9 Uhr mit dem Frühstück und dem Themenblock 2. „Ich in Israel“. Dabei wurden den Voluntär*innen die Gefahren des Trampens und des Reisens noch einmal bewusst gemacht. Ebenfalls wurde das Medienbewusstsein bezüglich Angaben von Namen, Daten und Fotos in eigenen Blogs geschärft.

Im Block 3: „Arbeit in Beit Uri“ ging es um Probleme, wie Überstunden, Voluntär*innen als ‘worker-Ersatz’ und unzureichende Einarbeitung. Für die nächste Volo-Generation werden jetzt Hefte von den jeweils im Haus arbeitenden Voluntär*innen gemacht, mit Abläufen und Informationen über Bewohner*innen. Da alle in dem halben Jahr noch viel erreichen können, wurde sich noch ein Ziel bzw. Projekt gesucht, an dem man mit bestimmten Bewohner*innen bis August arbeiten kann. Am Ende erinnerten Rebecca und David an die Endlichkeit des Jahres und an ein Leben nach dem Jahr, das die Volontär*innen gerne verdrängen in der schönen Blase Beit Uri’s.

Ergebnisse der Mitgliederversammlung 2015

Am 21. und 22. November haben wir uns im Haus Rosemarie Reichwein der Spastikerhilfe Berlin e. V. in Berlin-Charlottenburg getroffen, um unsere TAMLI-Mitgliederversammlung abzuhalten.

Dank der Teilnahme von aktiven TAMLI-Mitgliedern und vielen RückkehrerInnen wurde das Treffen ein voller Erfolg!

TAMLI-Mitgliederversammlung 2015

Es wurden neue Strategien der Werbung für TAMLI e. V. entwickelt, Dokumente auf den neuesten Stand gebracht und aktuelle Entwicklungen besprochen. Außerdem berichteten die RückkehrerInnen von ihren Erlebnissen in Beit Uri.

Wir haben uns auf eine neue Vereinsstruktur geeinigt. Neben dem dreiköpfigen Vorstand aus Maria Skoruppa, Martin Jakob und dem neugewählten Mitglied, David Meier, gibt es zukünftig sieben aufgabenbezogene BeisitzerInnen. Den BeisitzerInnen wurden Themen und Aufgaben übertragen, die sie in eigener Regie ausüben und koordinieren. Gewählt wurden:

Theresa M., Beisitzerin für Finanzen und Kassenwärtin

Lena M., Beisitzerin für das Bewerberseminar Nord

Doro J., Beisitzerin für das Bewerberseminar Süd

Rebecca S., Beisitzerin für das Kennenlernseminar

Uta T., Beisitzerin für den Newsletter

David J., Beisitzer für die Homepage

Daniela E., Beisitzerin für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

Dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Mario Bomers wünschen wir viel Erfolg für seine berufliche und private Zukunft und danken ihm für sein jahrelanges Engagement für TAMLI e. V.

Wir möchten allen danken, die an dieser Mitgliederversammlung mitwirkten.

Der TAMLI-Vereinsvorstand