Sicherheitslage in Israel

Wir von TAMLI e. V. sind sehr besorgt ob der Sicherheitslage in Israel. Auch viele unserer FreundInnen in Beit Uri sind betroffen, weil Familienmitglieder als ReservistInnen rekrutiert wurden und sich in der Grenzregion zum Gaza-Streifen befinden. Zum Glück ist es in Afula ruhig und unseren FreundInnen und VolontärInnen geht es gut. Was wir von hier mitbekommen ist, dass der Alltag normal weiter geht.

Trotzdem: Das Land muss sich im Ausnahmezustand befinden. In Tel Aviv gibt es immer noch regelmäßig Luftangriffe. Und in Gaza müssen die Zustände grauenhaft sein. So viel Zerstörung, so viele Tote und Verletzte! So viel Leid! Für was?

Damit die Hamas sich profilieren kann. Dabei würden sie von den Menschen im Gaza-Streifen viel mehr Untersützung bekommen, wenn sie statt Raketen und Waffen Lebensmittel und Medikamente durch die illegalen Tunnel schmuggeln würden.

Die israelische Armee versucht der Hamas den Todesstoß zu versetzen und versteht nicht, dass nach der Hamas noch radikalere Kräfte folgen werden – und dass zumindest Teile der Hamas, die auch in die Einheitsregierung mit der Fatah getreten sind, an einer friedlichen Lösung auf dem Verhandlungsweg interessiert sind.

Was von diesem Krieg bleiben wird ist Hass! Und mit Hass lässt sich ein dauerhafter Friede nicht verwirklichen.

Am Freitag, den 25. Juli, fand auch in Berlin der alljährige Al-Quds-Tag statt. Entgegen der Befürchtungen von Polizei und Medien ist es erstaunlich reibungslos vonstatten gegangen. Auf palästinensischer Seite gab es einige antisemitische Sprüche und Plakate – die Polizei hat aber gleich reagiert und die AntisemitInnen von den anderen DemonstrantInnen getrennt.  Vor jüdischen Einrichtungen hat sich auch eine große israelische Demonstrantengruppe zusammengefunden. Ihr Motto war „Free Gaza from Hamas“.

Leider haben es die beiden Protestgruppen nicht geschafft für die gemeinsame Sache – Frieden im Nahen Osten – zu kämpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Vielleicht ist das zur gegenwärtigen Situation auch nur naives Wunschdenken.

Nichtsdestotrotz: Die mehrheitlich friedlichen Demonstrationen und der kleine Waffenstillstand zwischen Hamas und IDF (Israeli Defence Force) lassen hoffen, dass die Eskalation des Konfliktes bald vorbei ist. Auch der Flughafen Ben Gurion wird wieder normal von Lufthansa, AirBerlin und Co. angeflogen.

TAMLI e. V. beobachtet die Sicherheitslage sehr genau und macht sich Gedanken, ob eine Entsendung der neuen VolontärInnen sinnvoll ist. Nach den aktuellen Informationen sind wir aber zuversichtlich, dass die Einreise nach Israel für die VolontärInnen nicht gefährdet ist.

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